Peking oder auch Beijing, Chinas Hauptstadt
Nirgends wo deutlicher spiegelt sich der Zwiespalt zwischen den Spuren des traditionellen Chinas und der Motivation mit den großen Metropolen der Welt mithalten zu wollen wieder, wie in Peking.
Das Gesamtgebiet dieser Riesenstadt ist größer als so manches deutsches Bundesland – auf einer Fläche so Groß wie Schleswig-Holstein leben in Peking beeindruckende 17,5 Millionen Menschen.
Einige Stadtteile sind so stark verdichtet wie nur wenige andere Metropolen auf der Welt, andere Teile beherbergen noch viel historische Bausubstanz. Auch wenn nach der Machtübernahme der Kommunisten es erklärtes Ziel der neuen Machthaber war, möglichst viel Symbolik der früheren Reiche zu beseitigen. Ein Großteil der alten Tempelanlagen und anderer Denkmäler wurde damals zerstört oder ist anderen Nutzungen zugeführt worden.
Das ursprüngliche Stadtzentrum Pekings lässt sich dagegen auch heute noch bewundern. Die Altstadt mit dem Kaiserpalast wurde schon ab 1406 errichtet. Der älteste Teil trägt den Namen „Innere Stadt“. Ihre Ausmaße entsprechen noch einer vorher existierenden Siedlung, sie wurde jedoch komplett neu erbaut mit Palästen, Tempeln und vielem mehr. Hier liegt auch die „Verbotene Stadt“, die den Kaiserpalast einschließt. Früher war diese nicht für das Volk zugänglich – daher der berühmte Name. Der andere Teil der Altstadt, die „Äußere Stadt“ wurde erst im 16. Jahrhundert erbaut und ist nicht mehr in Gänze historisch erhalten.
In unmittelbarer Nähe liegt eine weitere große Sehenswürdigkeit in Peking: der Platz des himmlischen Friedens.
Vormals als Residenzstadt – heute als Regierungssitz ist Peking mit wenigen Unterbrechungen seit vielen Jahrhunderten das politische Zentrum Chinas. Entsprechend einwohnerstark war Peking seit je her. Die Stadt stand auch immer im Fokus der chinesischen Politik, so erfolgte ein großer Ausbau beispielsweise ab 1949 durch die kommunistische Regierung: große Betonhochhäuser wurden errichtet, gefolgt von kuriosen Aktionen wie der Tötung aller Hunde und Vögel in der Stadt – als sich darauf die Insekten vermehrten, ließ die Regierung sogar alle Grünflächen beseitigen.
Erst in den letzten Jahren nimmt sich die Regierung den Umweltproblemen der Stadt an. Die Vergabe der Olympischen Spiele an die Stadt führte zu einer regelrechten Stadtsanierung. Peking ist heute eine der teuersten Städte der Welt.