China will Projekt in Bolivien mitfinanzieren
Unternehmen aus China setzen ihr Geld weltweit immer mehr in der Rohstoffgewinnung ein. Aus diesem Grunde ist es wenig überraschend, dass die China Development Bank vor finanziellen Beteiligungen in Bolivien steht. Das Kapitel würde in das El Cerro Mutum Projekt gesteckt. Dieses ist eines der global größten Eisenerzprojekte. Das Vohaben beinhaltet ein Vorkommen von 40 Mrd. Tonnen Eisenerz und 10 Mrd. Tonnen Magnesium.
Schon in 2007 ratifizierten die bolivianische Regierung und Jindal Steel aus Indien and Power einen Joint-Venture-Vertrag, welcher die gemeinschaftliche Bewerkstelligung des Projekts regeln soll. Durch diese Abmachung wird Jindal an eine Zahlung von 1,5 Mrd. US-Dollar und zusätzliche Investitionen in den nächsten acht Jahren gebunden. Damit steigt die Summer der Gesamtinvestition auf 2,1 Mrd. US-Dollar. Die Vertragsdauer ist auf 40 Jahre geplant und sieht die Errichtung eines Elektrizitätswerks, eines Stahlwerks und von Verarbeitungsanlagen vor.
In der ersten Hälfte des Monats Mai teilte Evo Morales, der Präsident von Bolivien mit, dass der Vertrag mit Jindal fortgesetzt werde, aber eine Vertragsstrafe vonnöten werde, weil der Partner den Kontrakt zu respektieren habe.
Im Mai berichtete anschließend eine bolivianische Nachrichtenagentur, dass die Übereinkunft scheitern und Jindal ein Bußgeld in Höhe von 800 Mil. US-Dollar aufgelegt bekommen könnte. Hierin sollten aber die bisher geleisteten Kapitalanlagen von 600 Mil. US-Dollar, wie auch 200 Mil. US-Dollar, die die Regierung schon als Einnahmen bekommen hat, inbegriffen sein. Zahlreichen Medienberichten folgend soll Jindal die erwarteten Ausbringungsmengen bei der Produktion des Stahls um 40 Prozent und beim Eisenerz um 20 Prozent drosseln wollen.
China kommt ins Spiel
Die Zurückhaltung der Inder bietet China die Möglichkeit, sich in Bolivien deutlicher einzubringen. Die chinesische Bereitwilligkeit hat bereits ihre Bereitschaft signalisiert, in das El-Cerro-Mutum-Projekt zu investieren. Eine bolivianische Zeitung meldete, dass die China Development Bank bereits ein Darlehen von 15 Mrd. US-Dollar für das Großprojekt offeriert hat. Das Angebot umfasst abgesehen von der Minenentwicklung noch den Aufbau einer Eisenbahnstrecke und zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen rund um den Puerto-Busch-Hafen. Diese sind nötig, um den Export des Eisenerzes längs der Route am Paraguay-Parana-Fluss in die Tat umzusetzen.
Das Kreditangebot machte man der staatseigenen Empresa Siderurgica Mutum. Jene beabsichtigt eine Beteiligung des chinesischen Unternehmens Chung Hsing Mining, welches aber an erster Stelle die Lagerstätte erforschen und eine Due Diligence durchführen solle, um die Ressource bejahen zu können. Der Kreditvertrag würde den bolivianischen Staat im Anschluss befähigen den Kredit zu 40 Prozent in bar zurück zu erstatten und den restlichen Betrag mit in El Mutum gewonnenem Stahl wett zu machen.